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Auszüge aus dem Beitrag des Wilstedter Sportverein - Tangstedt von 1958 e.V.

 

"Gegründet wurde der Wilstedter Sportverein am 18. März 1958.

 

Aber schon vor 1958 befasste man sich mit dem Gedanken, in Wilstedt einen Sportverein zu gründen.

So wurde man bei den Gemeindevertretungen vorstellig und die Standortfrage war dann auch schnell geklärt.

Die Gemeinde Wilstedt tauschte die in der alten Sandgrube liegende Koppel des Bauern Paul Meier gegen Schulland ein.
Diese Tauschverhandlungen waren 1956 erfolgreich abgeschlossen.

Die Fertigstellung des Sportplatzes verzögerte sich aber bis Herbst 1957, soweit man es nach heutigen Verhältnissen einen Sportplatz nennen konnte.

 

Zwar war er noch nicht bespielbar, aber die sportbegeisterte Tangstedter und Wilstedter Jugend wurde ungeduldig.

Zu lange hatte man seit der Auflösung des Tangstedt-Wilstedter Sportvereins (TAWI) (es stand in Tangstedt kein Sportplatz mehr zur Verfügung) auf jede Sportliche Betätigung verzichten müssen.

 

Die ersten aktiven Sportler machten sich dann daran, den von der Gemeinde Wilstedt zur Verfügung gestellten Platz noch etwas zu planieren, um ihn dann zum Beginn des Spieljahres 1958/59 zu schonen.

 

Vorerst wurden einige Auswärtsspiele durchgeführt. Dem Kreisfußballverband konnten zu den im August 1958 beginnenden Meisterschaften bereits zwei Fußballmannschaften gemeldet werden.

 

Aber auch die Förderung der Jugend wurde nicht vergessen. Bereits ein Jahr nach der Vereinsgründung wurde die Jugendabteilung Fußball ins Leben gerufen.

Sie zählt heute mit zu den stärksten des Kreises Stormarn.

 

1960 begann man mit der Planung und dem Bau der Umkleideräume, die dann 1961 fertiggestellt wurden.

 

Auf einem Kameradschaftsabend wurden einmal die Worte gesprochen: "Unser Sporthaus ist eine Pracht - was hätten wir bloß ohne Harald Friedrich gemacht!"

 

Das Sporthaus war eben fertig gestellt, da wurden Pläne für die Herstellung des Sportplatzes geschmiedet.

 

Endlich, am 22. August 1964, war es soweit:

Unser "Kleines Alsterstadion" wurde im Rahmen einer großen Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben.

 

Harald Friedrich wurde auf der nächsten Jahreshauptversammlung als erstes Mitglied für seine ehrenamtlichen Leistungen mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

 

Am 10. Juni 1965 schrieb der "HEIMATSPIEGEL" , dass am Pfingstsonntag im "Kleinen Alsterstadion" bei herrlichem Wetter 1000 Besucher im Stadion gewesen seien, um dort spannende Pokalspiele aller Klassen des WSV und seiner Gastvereine zu sehen.

Heute, im Jahr 2016 träumen unsere Aktiven nur von solchen Zuschauerzahlen.

 

Damit wuchsen auch die Aufgaben des Vorstandes, und auch die finanziellen Belastungen des Vereins wurden größer. Beitragserhöhungen und ansteigende Mitgliederzahlen konnten den Haushalt immer wieder ausgleichen.

Die Zuschüsse der Gemeinde wurden größer. Diese dienten vor allem dazu, den Jugendlichen eine gute sportliche Betätigung bieten zu können. 1965 hatte der Haushalt des WSV 8.100 DM Ein- und Ausgaben, 1973 bereits 35.000 DM. Diese nüchternen Zahlen zeigen deutlich die Entwicklung des Vereins.

 

Aus den anfangs 33 Mitgliedern 1958 wurden in den vergangenen 58 Jahren über 700 Mitglieder.

 

Nicht zuletzt hat sich auch die Zusammenschließung der drei Gemeinden Wilstedt, Tangstedt und Wulksfelde im Jahre 1970 zum Vorteil des WSV ausgewirkt.

 

Als weiteren Höhepunkt im Leben des WSV muss die Errichtung der Flutlichtanlage im Jahre 1969 erwähnt werden.

Mit einem Kostenaufwand von 24.000 DM inklusive 6.000 DM Eigenleistungen wurde die Anlage erstellt.

Sie wurde finanziert durch Haushaltsmittel des Vereins, durch Zuschüsse der Gemeinden und des Kreises.

8.000 DM wurden durch den Verkauf von Bausteinen aufgebracht.

Diese sollten in 10 Jahren zurück gezahlt werden. Aufgrund der günstigen Entwicklung wurden diese Mittel schon bis Ende 1972 zurück gezahlt.

 

Im März 1973 ging ein weiterer großer Wunsch des WSV in Erfüllung - wohl der größte überhaupt: die Großturnhalle im Ortsteil Tangstedt wurde ihrer Bestimmung übergeben.

Vor ca. 300 Ehrengästen von Kiel bis Hamburg wurde eine einmalige Sportschau in der neuen Halle durchgeführt. höhepunkt war das Fußballspiel der Gemeindevertretung gegen die Landtagsabgeordneten.

Schiedsrichter war der bekannte Boxer Willi Höpner.

Die endgültige Fertigstellung des Klubhauses galt es nun in Angriff zu nehmen. Bis zum 20jährigen Bestehen des WSV konnte das Klubhaus im September 1978 nun auch im Innenausbau fertig gestellt werden.

Jetzt standen uns 4 Umkleideräume, 1 Schiedsrichter-Umkleideraum und im oberen Stockwerk ein großer und ein kleiner Klubraum sowie ein Raum für die Geschäftsstelle zur Verfügung.


Nicht vergessen wollen wir bei all den Bauvorhaben, dass ein großer Dank einigen Handwerkern der Gemeine zukommt, die zum Teil Arbeiten kostenlos ausgeführt haben, bei Materiallieferungen auf den Verdienst verzichtet und sogar namhafte Geldbeträge gespendet haben.

 

Durch die gute Arbeit der jeweiligen Vorstände, den Einsatz der Sportler und der Gemeinde war und ist es möglich, die Sportanlagen zu pflegen und zu erweitern.

 

Mit den über 700 Mitgliedern ist der WSV - Tangstedt ein Verein mit 8 Sparten und vielen ehrenamtlichen Helfern.

Um diesen Mitgliedern, aber auch den Übungsleitern, einen angenehmen Sportbetrieb zu ermöglichen, versuchen wir ständig, die Sportanlagen auszubauen.

Der Anbau des Clubhauses mit dem Haus der "Vereine und Verbände" schaffte zusätzlichen Übungsraum, den neben anderen Vereinen auch der WSV nutzt.

 

Unser Ziel ist es, die Jugendarbeit zu fördern, weiter zu forcieren und das Sportangebot mit weiteren Sparten zu verbreitern."